So. Morgen ist mein letzter Tag hier. Donnerstag um 6 uhr morgens geht mein Bus nach Puntarenas, von da aus weiter nach Quepos, denn: ich will an den Strand! Und noch viel wichtiger: den Nationalpark Manuel Antonio sehen! Ja, der Freitag ist dafuer eingeplant. Dann Samstag zurueck zu meiner Gastfamilie und Montag dann zurueck nach Deutschland.
Heute abend machen wir dann eine kleine Party, bzw. machen einige der Sachen, die am meisten Spass hier machen: bei Super Pollo Haehnchen essen zum Beispiel und danach in die Bar und da verabschiede ich mich dann von all den anderen
Ziemlich schade, dass ich jetzt gehen muss, denn inzwischen hab ich mich richtig eingelebt, Cassie und ich teilen uns ein Zimmer, abends schwingen wir die Kochloeffel in der Kueche (wir sind die absoluten Meister im Pasta kochen – was anderes machen wir auch selten), machen Planet Earth-Filmabende im kleinen Theater hier, kaempfen uns nach der Arbeit durch das Unterholz, um den Sonnenuntergang zu geniessen, oder gehen morgens vor der Arbeit zum Wasserfall und erschrecken Wild.
Auch mit den hier arbeitenden Ticos laeufts super: mit unseren beiden Anas hatte ich schnell guten kontakt und mit ein bisschen Spanisch macht es auch viel mehr Spass sich mit denen zu unterhalten. Und mit Julio, unserem Gaertner und Schmetterlingsexperte, hab ich mich auch so langsam angefreundet, er erscheint anfangs etwas zurueckgezogen, schuechtern, aber seltsamerweise seitdem wir eines Morgens erst um 11 uhr aufgestanden sind und er sich ueber uns lustig gemacht hat, dass wir einfach nicht zu unserer Reittour angetreten sind, unterhalten wir uns dauernd.
Eines Morgens hat er mich mitgenommen und mir die ganzen Wirtspflanzen der verschiedenen Schmetterlingsraupen gezeigt, auch wenn ich mir kaum was merken konnte, war das eine schoene Erfahrung. Heute haben Anthony, Zak, Julio und ich zusammen Mittagessen gekocht und hatten riesigen Spass, da wir aus so gut wie keinen Lebensmitteln dann doch Essen gemacht haben – unspektakulaer eigentlich, aber solche Dinge bleiben doch irgendwie die Schoensten. Oder dann hat mir Julio heute von seiner Kindheit erzaehlt, sie waren 15 Geschwister und wie es frueher hier in Monteverde war oder einmal hat er mir irgendwas erklaert, dass man aus der Ananasschale Schnaps (oder so) machen kann und dass Chayote-Milch-Suppe unheimlich lecker ist usw. Ich versteh meistens nicht ganz so viel, da er wirklich campesino-spanisch spricht, aber allein, dass ich etwas verstehe, findet er toll und so redet er und redet er einfach und freut sich, dass sich jemand mit ihm unterhaelt. Und ich freu mich auch



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