So! Erste Tour hinter mir! Nachdem ich mich gestern und heute auf englischer Sprache darauf vorbereitet hab, dann heute meine erste Tour auf deutsch gegeben – fuer zwei Oesterreicher.
Gestern nach der Arbeit bin ich mit Zak zu seinem Haus in der Wildnis gelaufen und wir haben da mit seiner Freundin Ramsa und einem Kumpel Tortillas vorbereitet und natuerlich auch gegessen. Sehr schoen. Die anderen sind dann noch abends in eine Bar gegangen, ich bin aber nach Hause und hab Harry Potter gelesen… Und ich brauch ja viel Schlaf und kann nicht jeden Abend weg, das waer ja furchtbar…
So, da ich etwas Langeweile habe, erzaehl ich was ueber die Hunde in Costa Rica, die allgegenwaertig sind:
Die Ticos lieben Hunde. Das heisst aber nicht, dass es keine Strassenhunde gibt. Es gibt einige, nicht viele, aber schon einige.
In Heredia sind zwei Sachen auffaellig: es gibt unglaublich viele Tieraerzte und unglaublich viele Schuhgeschaefte. Letzteres wollen wir mal ignorieren.
In einem Haeuserblock in Heredia (100 mal 100 Meter) gibt es durchschnittlich ein Tiergeschaeft undoder einen Tierarzt. Das mag daher kommen, dass in Heredia die nationale Universitaet fuer Veterinaermedizin ist, aber auch daher, dass die Ticos fast ausnahmslos Hunde haben. Katzen sind eher seltener. Nach zwei Wochen hab ich erst die erste Katze gesehen.
Die Hunde leben hier nicht wie die meisten deutschen Hunde IM Haus, sondern draussen. Nur einige wenige betuetteln ihre Hunde wie Kinder und ziehen den Hemdchen an. Solche Leute sieht man so einmal taeglich. Diese Personen sind auch die einzigen, die mit den Hunden spazieren gehen, die anderen werden einfach der Natur ueberlassen.
Die Strassenhunde sind sehr anhaenglich. Einmal wurden wir von einem Hund verfolgt oder meinetwegen auch begleitet, durch die ganze Stadt bis zu einer Bar.
Auch hier in Monteverde passiert sowas: Cheddar und Chili-Dog, unsere beiden Schmetterlingsgartenhunde, sind sehr anhaenglich. Cheddar begleitet uns, wenn wir einkaufen gehen, sie geht sogar mit in den Supermarkt rein.
Alle lieben ihre Hunde, aber wirklich richtig gut kuemmern tut sich keiner um sie. Das ist ein wenig seltsam. Cheddar und Chilidog haben beide sowohl Floehe als auch Laeuse und Chili wird sogar von was ganz gemeinem geplagt: ein Insekt hat seine Eier unter die Kopfhaut gelegt und da wachsen jetzt die Larven auf und ernaehren sich von dem Gewebe. Jeden Tag wird die Beule etwas groesser.
Obwohl es Strassenhunde gibt, werden immer mehr neue Hunde gekauft. Aus den Zoogeschaeften. Die Welpen sind so winzig, die haben mit Glueck vll etwa 6 Wochen. Nach zwei tagen ist ein Wurf schon bereits verkauft. Hohe Nachfrage also.
Doch auch anders werden Hunde besorgt. Snoopy, der Hund von Samuel, meinem zweiten hund, wurde gestohlen.
Das Verhaeltnis zu Hunden hier ist also ein wenig seltsam und widerspreuchlich.
—- Was fuer eine Abhandlung… hehehe, naja, aber ueber die Hunde hier wollt ich sowieso mal was schreiben…



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